Orchideen umtopfen - so gelingt es dir!

Das Umtopfen von Orchideen lässt sich nicht mit dem Umtopfen gewöhnlicher Zimmerpflanzen vergleichen. Denn bei Orchideen muss man auf einige Dinge achten. Das liegt an ihrer Herkunft und der Art, wie sie in der Natur wachsen und ihre Nährstoffe beziehen. Weshalb deine Orchideen umgetopft werden sollten, wie oft und wann das nötig ist – das erklären wir dir in diesem Artikel. Außerdem lernst du, welche Materialien du brauchst und wie die genaue Vorgehensweise ist – Schritt für Schritt.

Weshalb sollte man Orchideen umtopfen?

Die Gründe, aus denen du eine Orchidee umpflanzen solltest, sind vielfältig. Ganz offensichtlich wird es, wenn der Topf zu klein geworden ist und die Wurzeln an allen Seiten aus dem Topf herausragen. Dann ist dein Handeln gefragt. Wenn die Wurzeln anfangen zu faulen – das passiert, wenn sie zu lange im Wasser stehen - ist es bereits allerhöchste Eisenbahn. Prüfe regelmäßig das Substrat. Wirkt es noch frisch und locker? Oder erscheint es bereits stark zersetzt und in sich zusammengefallen?

Dann wird es Zeit, die Pflanze umzutopfen. Schädlings- oder Pilzbefall, Schimmel oder Algenbelag – all das sind Gründe, eine Orchidee umgehend in einen Topf mit neuem, frischem Substrat zu verfrachten. Damit sie sich wieder wohlfühlt und gedeihen kann.

Orchideen pink umtopfen

Zu welcher Zeit und wie oft sollte man Orchideen umtopfen?

Deine Orchidee darfst du alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Öfter ist das nicht notwendig. Wähle zum Umpflanzen gerne das Frühjahr oder den Herbst, aber nicht die Winterzeit zwischen November und März, weil sie dort ihre Ruhephase einlegt und nicht viel Licht erhält. Zur Blütezeit möchte deine Orchidee nicht den Topf wechseln – denn wenn sie gleichzeitig blühen und neu anwurzeln muss, ist das belastend und schadet deiner Pflanze.

Orchideen richtig umpflanzen

Welche Materialien - die richtige Erde!

Orchideen wachsen in der Natur nicht in herkömmlicher Erde, sondern auf Bäumen im tropischen Regenwald. Ihre Nährstoffe erhalten sie dort aus Rohhumus-Ablagerungen, die sich in den Astgabeln sammeln. Wenn sie bei uns auf der Fensterbank gedeihen, benötigen sie also keine normale Blumenerde, sondern ein besonderes Substrat, das in seiner Zusammensetzung dem Humus im Regenwald ähnelt.

Beim Orchideen-Umpflanzen eignet sich spezielle Orchideenerde, die bei uns im Shop erhältlich ist. Sie hat besondere Eigenschaften. Das grobe, durchlässige Substrat sorgt dafür, dass die Wurzeln mit genug Luft versorgt werden.

Welche Materialien brauchst du sonst noch?

Neben dem Substrat solltest du dir einen Innentopf zurechtlegen. Er darf gerne durchsichtig sein. Die Wurzeln benötigen viel Licht und du kannst ihren Zustand stets im Blick behalten. Der Topf sollte unten genügend Löcher haben, damit das überschüssige Wasser ablaufen kann.

Dann wird noch ein Übertopf benötigt, ein scharfes, desinfiziertes Messer, eine Schere und eine Sprühflasche mit lauwarmem Wasser. Schon kann es losgehen.

Wie topfe ich Orchideen um? Wie gehe ich vor?

Schon an den Tagen vor der Umtopf-Aktion solltest du deine Pflanze ausreichend gießen. Unmittelbar vor dem Umtopfen darfst du sie für ein paar Minuten in einem lauwarmen Wasserbad tauchen. Damit wird erreicht, dass die Orchidee sich leichter aus dem Topf lösen lässt. Dann bitte 1/5 des Substrats in den Innentopf füllen, es lose hineinlegen und nicht andrücken. Löse im nächsten Schritt die Orchidee vorsichtig aus dem alten Gefäß. Dann befreie die Wurzeln komplett vom alten Substrat. Kleinere Partikel lösen sich unter lauwarmem Wasser. Kaputte Wurzeln bitte in diesem Schritt mit dem scharfen, desinfizierten Messer am Ansatz abschneiden. Jetzt die Pflanze vorsichtig in den neuen Topf setzen und mit Orchideenerde auffüllen. Diese nicht andrücken, sondern locker hineingeben. Zum Schluss bietet es sich an, den Topf ein paarmal leicht auf den Pflanztisch zu klopfen. So verteilt sich das frische Substrat gut um die Orchidee.

Die richtige Pflege danach!

Du tust deiner Orchidee etwas Gutes, wenn du ihre Blätter und das frische Substrat nach dem Umpflanzen mit lauwarmem Sprühnebel benetzt. Das sollte an den nächsten vier bis fünf Tagen fortgesetzt werden. Bitte dünge die Pflanze in den nächsten vier Wochen nicht, denn sie braucht nach dem Umtopfen erst mal etwas Ruhe. Finde einen schönen, warmen und hellen Standort für deine Orchidee und erfreue dich lange an ihr.

Orchideen mit Hand umtopfen